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Grundregeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen

Grundregeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen

Allgemein 2019-08-01

Es gibt einige Grundregeln beim Safer Use, die für fast alle Drogen gleichermaßen gelten. Mache dich zunächst mit diesen vertraut, um einen Rahmen für den verantwortungsvollen Konsum zu schaffen. Bei den meisten Substanzen sind darüber hinaus weitere Besonderheiten zu beachten.

Inhalt

Informiere dich

Es ist viel sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen.
Samuel Butler

Da könnte etwas Wahres dran sein. Im Bezug auf Drogen ist es aber vor allem gefährlich, zu wenig zu wissen. Auch wenn ein risikofreier Konsum nicht möglich ist, gibt es eine Reihe von Gefahren, die vermeidbar sind. Auch eine bewusste Entscheidung gegen den Konsum kann sinnvoll sein. Die Voraussetzung dafür ist Wissen.

Bevor du eine Substanz das erste Mal ausprobierst, informiere dich umfassend über sie. Triff erst danach eine bewusste Konsumentscheidung. Das klingt vielleicht naheliegend, aber du könntest in eine Situation kommen, in der es Willenskraft erfordert, diese wichtigste Grundregel einzuhalten. Bereite dich darauf vor und mache keine Ausnahmen.

Wir versuchen, die wichtigsten Aspekte zu einer Vielzahl von Substanzen auf SaferUse.de zusammenzustellen. Benutze diese Seite aber bitte nicht als einzige Informationsquelle. Folge weiterführenden Links und suche selbst im Internet oder in der Literatur. Neben den wissenschaftlichen Fakten zu einer Substanz sind vor allem Erfahrungsberichte eine hilfreiche Ressource.

Testen

Es kommt immer wieder vor, dass gefährliche Wirkstoffe unter einem falschen Namen verkauft werden, oder dem eigentlichen Produkt beigemischt werden. Daher lautet die zweite wichtige Grundregel:

Nimm keine Substanz zu dir, die du nicht getestet hast.

Dies betrifft vor allem illegale Drogen. Da es hier keinerlei Regulierungen gibt, kann eine Pille oder ein weißes Pulver alles mögliche enthalten. Dealer wissen normalerweise nicht, was genau sie an Endkunden verkaufen, egal für wie vertrauenswürdig du eine Person hältst. Auch bei legalen, aber wenig regulierten Substanzen, also vor allem Forschungschemikalien, ist Vorsicht geboten. Es können immer Fehler passieren. Lediglich legale, industriell hergestellte Drogen wie Alkohol, Tabak und Koffein können als sicher im Bezug auf die Angegebenen Inhaltsstoffe angesehen werden.

Allgemein ist es wichtig zu wissen, mit welcher Substanz man es zutun hat, da ein verantwortungsvoller Konsum im Sinne des Safer Use ansonsten gar nicht möglich ist. Darüber hinaus gibt es aber auch Ersatz- und Streckstoffe, die für den Konsumenten gefährlich oder im schlimmsten Fall tödlich sein können. Außerdem ist die Kenntnis der Reinheit eines Stoffes entscheidend, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Es gibt einige Möglichkeiten, Substanzen vor dem Konsum zu testen. Die wichtigste ist das Ausschließen gefährlicher Ersatz- und Streckstoffe mit Hilfe sogenannter Testkits. Das sind Chemikalien, die zusammen mit kleinen Mengen des zu untersuchenden Stoffs unterschiedliche Farbreaktionen auslösen. Diese Methode bietet keine absolute Sicherheit, aber eine Kombination mehrerer Testkits ist die absolute Minimalvoraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen. Missachte diese Regel niemals.

Hierzu sind demnächst weitere Inhalte geplant. Folge uns, wenn du diese nicht verpassen möchtest.

Das richtige Alter

Das Alter spielt eine wichtige Rolle, da viele Drogen einen verstärkten negativen Einfluss auf das Gehirn haben können, wenn es sich noch in der Entwicklung befindet. Man kann allerdings nicht sagen, dass es ab einem bestimmten Alter okay ist, Drogen zu nehmen. Wenn du minderjährig bist, raten wir dringend vom Konsum ab. Auch darüber hinaus sollte bei einigen Substanzen noch mindestens einige Jahre gewartet werden. Das hat zum einen biologische Ursachen, zum anderen kann aber auch die geistige Reife (insbesondere für Psychedelika) essentiell sein.

Dosiere vorsichtig

Nachdem du dich über die korrekte Dosierung informiert hast, wähle zunächst eine möglichst geringe Menge. Jeder Mensch reagiert anders auf eine Substanz. Außerdem kann sich der Wirkstoffgehalt aufgrund des Reinheitsgrades oder bei Naturprodukten sehr stark unterscheiden. Taste dich langsam heran, man kann immer später mehr nehmen, aber niemals weniger.

Dafür ist es vor allem wichtig, die Stoffmenge korrekt zu messen. Wenn du selbst noch keine Erfahrung mit einer Substanz hast, schätze die Menge nicht (und lass das auch niemand anderes für dich machen). Benutze eine Waage bzw. ein Messgerät für Volumen.

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Eine sichere Umgebung

Nimm eine neue Substanz das erste Mal in einer sicheren Umgebung. Das heißt vor allem nicht in der Öffentlichkeit (z.B. Clubs). Allerdings solltest du auch nicht alleine sein. Mache die ersten Erfahrungen zu Hause und im Beisein einer (idealerweise nüchternen) vertrauten Person.

Vorsicht bei Mischkonsum

Allgemein gilt, dass bei der Kombination mehrerer Substanzen besondere Vorsicht geboten ist. Neben den Risiken der einzelnen Drogen für sich kann es durch Interaktionen zu weiteren Gefahren kommen. Diese reichen von der gegenseitigen Wirkungsverstärkung bis zu gesundheitsschädlichen oder sogar tödlichen Effekten. Dabei gibt es eine wichtige Grundregel:

Mische niemals Depressiva bzw. Downer miteinander.

Dazu zählen zum Beispiel Alkohol, Opioide, Benzodiazepine und Dissoziativa wie Ketamin. Der Hauptgrund ist dabei das erhöhte Risiko des Atemstillstands. Eine Überdosierung tritt unter Umständen bei einer verhältnismäßig niedrigen Dosierung ein. Im schlimmsten Fall kann dies zum Tod führen. Es gibt in diesem Zusammenhang noch weitere Gefahren. Daher bezieht sich die Regel auch auf Betäubungsmittel, die den Atemreflex nicht unterdrücken (z.B. Ketamin).

Wenn du dich für einen Mischkonsum entscheidest, solltest du bereits erfahren mit den einzelnen Substanzen für sich sein. Informiere dich gründlich über potentielle Wechselwirkungen. Eine wichtige Quelle hierfür ist das Drug Combination Chart von Tripsit. Beim Mischkonsum ist es besonders wichtig, die Safer-Use-Regeln zu beachten. Dies gilt insbesondere für eine defensive Dosierung.

Auch Medikamente können Wechselwirkungen mit Drogen haben. Wenn du Medikamnete nimmst, informiere dich über mögliche Interaktionen. Sprich im Zweifelsfall mit deinem Arzt darüber, bevor du ein unnötiges Risiko eingehst.

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Schwangerschaft & Straßenverkehr

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber die Realität sieht anders aus. Daher wollen wir diese Regel noch einmal ausdrücklich erwähnen.

  • Keine Drogen in der Schwangerschaft. Diese können dem Kind erhebliche Schäden zufügen.
  • Keine Drogen im Straßenverkehr. Setze dich nicht hinters Steuer, wenn du nicht nüchtern bist. Auch die erlaubte Menge Alkohol ist ein Risiko.